VERMES Microdispensing - Marktführer für Mikrodosierung

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Frequently Asked Questions

Was versteht man unter einem Jetventil oder Jetter?

Ein Jetventil ist ein Ventil, das ein kontaktloses Dosieren der Medien erlaubt. Das bedeutet, dass der Strahl nach dem Schließen des Ventils von selbst abreißt, bzw. ein Tröpfchen des Dosiermediums frei fliegt, bevor es auf dem Substrat auftrifft.

 

Was sind die Vorteile des "Jettens" gegenüber berührenden Dosierverfahren?

Keine Abreißbewegung nach oben, deshalb entfällt die Z-Achsen Bewegung. 

  • Höhere Dosierfrequenz und Durchsatzrate.
     
  • Höhere Z-Achsen-Toleranz verringert Gefahr der Beschädigung des Substrates beim Dosiervorgang.
     
  • Einfacherer Maschinenaufbau.
     
  • Größere Wiederholgenauigkeit bei kleinen Dosiermengen, kein Nachtropfen.

 

Was versteht man unter nieder-, mittel- und hochviskosen Fluiden und welche Systeme eignen sich dafür? 

  • Niederviskos unter 1 – ca. 300 mPas  MDS 3010A
     
  • Mittelviskos unter 1 – ca. 8000 mPas  MDS 3020A
     
  • Hochviskos ab 300 mPas – 2 Mio. mPas  MDS 3200A

 

Wann kommt ein Jetventil der VERMES-Baureihe "MDS 3000" in Betracht?

Typische Kriterien, die den Einsatz von VERMES Mikrodosierventilen verlangen, sind:

  • Kleine Dosierpunkte / -mengen im Bereich von wenigen Nanolitern bis wenigen Mikrolitern. Je nach Viskosität des Mediums und Oberflächeneigenschaften des Substrats ergibt das Dosierpunkte auf der Oberfläche von minimal 0.2-0.3mm bis maximal wenige mm.
     
  • Hohe Dosierfrequenz, d.h. viele Dosierpunkte in kurzer Zeit
    • bei einem fest installierten bzw. kontinuierlich verfahrendem Ventil sind Frequenzen von einigen hundert Dosierpunkten pro Sekunde möglich;
    • wenn das Ventil jeden Dosierpunkt einzeln anfährt und dort anhalten muss, hängt die Dosierfrequenz der Anlage vom Zusammenspiel der Achsen mit dem Ventil und dem Abstand zwischen den Dosierpunkten ab. Bei entsprechend schnellen Achsen und kurzen Verfahrwegen sind mehr als 10 Punkte pro Sekunde realistisch;
    • weitere Informationen zu Frequenzen und Dosierzeiten, die ggf. auch für die Planung einer Anlage relevant sein können, finden Sie unter dem Themenbereich 'Einbindung eines MDS 3000 in eine automatische Anlage'.
       
  • Hohe Anforderungen an die Wiederholgenauigkeit bei gleichzeitig kleiner Dosiermenge.
     
  • Große Toleranzen auf dem Werkstück müssen ausgeglichen werden, was eine Z-Achsen-kritische Nadeldosierung nicht praktikabel erscheinen lässt.
     
  • Die medienberührenden Teile müssen sich einfach reinigen oder sogar desinfizieren lassen.

 

Wofür stehen die Kürzel  MDS, MDV, MDC und MDF?

MDS =  Mikro Dosier System

MDV =  Mikro Dosier Ventil

MDC =  Mikro Dosier Controller

MDF =  Mikro Dosier Fluidik

 

Aus welchen Systemen besteht die Baureihe MDS 3000?

MDS 3010A-FD

MDS 3010A-FA

MDS 3020A-FD

MDS 3020A-FA

MDS 3200A

 

Was bedeuten die Zusätze –FD und –FA bei den Systemen MDS 3010A und MDS 3020A?

FD = First Drop: Geeignet für die Mehrzahl der Anwendungen im nieder-und mittelviskosen Bereich. Der „Adjust Prozess“ (siehe unter „Was versteht man unter Adjust“) erfolgt durch präzises Eindrehen der Düseneinheit (NU). Der Vorgang ist elektronisch überwacht.

FA = Fixed Adjust: Geeignet für spezielle Anwendungen/ Medien und Anlagen mit parallelem bis hochparallelem Einsatz einer Vielzahl von Ventilen. Der „Adjust Prozess“ erfolgt elektronisch. Ein Eindrehen ist nicht erforderlich.

 

Was ist ein Düseneinsatz? Was ist eine Düseneinheit?

Unter einem Düseneinsatz (NI = Nozzle Insert) versteht man die eigentliche Düse an einem Ventil MDV. Der Düseneinsatz hat einen Durchmesser von ca. 3 mm und ist in unterschiedlichen Bohrungsdurchmessern erhältlich. Zudem gibt es Düseneinsätze mit Nadeln für niederviskose Fluide. Die Auswahl des richtigen NI hängt in der Regel vom zu dosierenden Dosierfluid ab.

Unter einer Düseneinheit (NU = Nozzle Unit) versteht man die komplette Einheit, welche am unteren Ende des MDV (Ventilkörpers) angeschraubt ist. In der NU befindet sich die sogenannte Stößelführung (TG = Tappetguidance). Die NU nimmt den NI in der TG auf. Die NU gibt es in den Ausführungen "selbstsichernd" und "nicht selbstsichernd".

 

Was ist eine Fluidik?

Die Fluidik ist der fluidführende Teil des Ventils MDV. Die Kurzbezeichnung ist MDF= Mikrodosier Fluidik. Die MDF wird mit nur zwei Schrauben an der Engine (Ventilkörper) angeschraubt und kann deshalb schnell zum Reinigen oder Wechseln abmontiert werden.

Die MDF gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, z.B. für die Aufnahme von Kartuschen, schwenkbar, seitlich rechts-links versetzt, mit Rohranschluss oder in UNF Ausführung. Es stehen Fluidiken in unterschiedliche Materialien – je nach Dosierfluid – zur Verfügung.

 

Wie stelle ich mein System für die Dosieranforderung zusammen?

Systeme der Baureihe MDS 3000 sind modular aufgebaut. Dadurch ergeben sich zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten:

  • Zunächst muss das richtige System ausgewählt werden (MDS 3010A, MDS 3020A, MDS 3200A). Die Entscheidung richtet sich gewöhnlich nach der Viskosität des Mediums.
     
  • Es muss die richtige Auswahl des Düseneinsatzes, und ggf. auch des Stößels getroffen werden. Bei dieser Entscheidung ist in den meisten Fällen die gewünschte Größe des Dosierpunktes ausschlaggebend.
     
  • Zudem kann bei der Auswahl der medienberührenden Teile, also des Dichtmaterials und auch der Fluidik, die chemische Medienbeständigkeit eine Rolle spielen.
     
  • Die Form der Fluidik richtet sich danach, ob aus einer Kartusche oder per Schlauchanschluss aus einem Versorgungstank gespeist werden soll. Weitere Fluidikformen sind für spezielle Einsätze verfügbar.
     
  • Ferner kann auch noch die Kabellänge den Anforderungen der Anlage angepasst werden.

 

Warum werden pro Ventil zwei Kabel benötigt?

Der leistungsführende Kabelstrang muss vom signalführenden Strang getrennt werden (Übersprechen):

Aktorkabel: Versorgungspannung für den Piezo

Sensorkabel: Datentransfer zwischen MDV und MDC

 

Welche Kabellängen gibt es standardmäßig?

Es gibt standardmäßig die Längen 2 m, 2,5 m und 5 m. Ansonsten sind auch kundenspezifische Längen lieferbar. 

 

Was versteht man unter Adjust?

Um eine möglichst hohe Dosiergenauigkeit – unabhängig von der Stößelabnutzung – zu erreichen, wird der Abstand zwischen Düseneinsatz und Stößel vor Ort vom Kunden eingestellt, und kann bei Bedarf auch nachgestellt werden. Ein Einsenden des Ventils zum Justieren, auch bei Wechsel von Düseneinsatz und Stößel vor Ort, ist nicht notwendig. Details zu Durchführen des Adjust Prozesses können Sie der Bedienungsanleitung entnehmen.

 

Wofür stehen RI, FA, OT, NL, DL und NP?

RI = Rising: die Zeit (in ms), die das Ventil zum Öffnen benötigt.

FA = Falling: die Zeit (in ms), die das Ventil zum Schließen benötigt.

OT = Open Time: die Zeit (in ms), die das Ventil in der offenen Position verbleibt.

NL = Needle Lift: der Anteil (in %) des maximalen, normierten Stößelhubes, den das System bei der entsprechenden Einstellung erreicht.

DL = Delay: die Wartezeit (in ms) zwischen einem abgeschlossenen Dosierzyklus und dem nächsten.

NP = Number of Pulses: Anzahl der Dosierzyklen, die mit einem Triggerimpuls ausgelöst werden.
 

 

Was ist der Unterschied zwischen Versorgungsdruck und Dosierdruck?

Der Versorgungsdruck ist der Druck, der von Extern auf dem Dosiermedium anliegt, um den entsprechenden Materialnachschub sicherzustellen.

Der eigentliche Dosierdruck, durch den der Dosierstrahl entsteht, wird erst zwischen Stößel und Düseneinsatz erzeugt, und ist nicht direkt messbar. In den meisten Fällen ist er deutlich höher als der Versorgungsdruck.

 

Beeinflusst der Versorgungsdruck das Dosierergebnis?

Bei sonst gleichen Einstellungen (RI, FA, OT, NL, DL) kann man generell sagen, dass ein höherer Versorgungsdruck zu einer größeren Dosiermenge führt. Schwankender Versorgungsdruck kann also zu einem ungenauen Dosierergebnis führen.

 

end faq

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